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Jaguars
and
Electric
Eels

JAGUARS AND ELECTRIC EELS

JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN
5. FEBRUAR – 26. NOVEMBER 2017

Bitte beachten: Neue Öffnungszeiten ab August 2017
JSC Berlin: Samstags & Sonntags, 14–20 Uhr.
Kader Attia, MIMESIS AS RESISTANCE

Videostill:

Kader Attia, MIMESIS AS RESISTANCE, 2013, Video, 2’18”, Farbe, Ton. Videostill, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Courtesy of the artist, Lehmann Maupin, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne

Kader Attia
Anicka Yi, THE FLAVOR GENOME

Videostill:

Anicka Yi, THE FLAVOR GENOME, 2016, Einkanal-3-D-Videoinstallation, 22’, Farbe, Ton. Videostill, Courtesy of the artist and 47 Canal, New York

Anicka Yi
Cyprien Gaillard, KOE

Installationsansicht:

Cyprien Gaillard, KOE, 2015, HD-Video, 4’17”, Farbe, ohne Ton. Videostill, Courtesy of the artist and Sprueth Magers, Berlin/London/Los Angeles

Cyprien Gaillard

JAGUARS AND ELECTRIC EELS

Zwischen 1799 und 1804 bereiste der junge Naturforscher Alexander von Humboldt (1769–1859) in zwei Expeditionen zum ersten Mal den amerikanischen Kontinent. Der abenteuerlichste Abschnitt seiner Reise war die Fahrt auf dem Orinoco bis zum Rio Negro in Venezuela. Der Bericht über diese Reise legte damals den Grundstein für eine ganzheitliche Betrachtung der Natur, die ihrer Zeit weit voraus war. Als erster Forscher verdeutlichte von Humboldt, wie die Naturkräfte, belebt und unbelebt, zusammenwirken. 1853 wurden diese ersten Aufzeichnungen von der Neuen Welt unter dem Titel „Jaguars and electric eels“ (dt.: „Jaguare und Zitteraale“) als Ausschnitt aus den "Personal Narrative of a Journey to the Equinoctical Regions of the New Continent" als Sonderausgabe veröffentlicht.

Die gleichnamige Sammlungspräsentation in der JULIA STOSCHEK COLLECTION in Berlin thematisiert in den vorwiegend medienbasierten Werken eine Wirklichkeit, die Natürlichkeit und Künstlichkeit nicht mehr unterscheidet, sondern vielmehr als Einheit begreift und als gleichberechtigt auffasst. Ausgehend von der Idee einer Ökologie, die neben den natürlichen Gegebenheiten auch die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Situation sowie den technologischen Fortschritt in den Fokus rückt, richtet die Ausstellung den Blick auf eine alternative Deutung von Anthropologie und Zoologie.

So geht es in der Auswahl der Werke um die Suche nach einem evolutionären Ursprung, um Fragen zur Indigenität, um hybride und synthetische Lebensformen, die Migration der Arten, aber auch die sich fortwährend verändernde Wahrnehmung der Realität durch Einflüsse verschiedenster Art.

Die in der Ausstellung versammelten künstlerischen Beiträge machen deutlich, dass die moderne Lebenswissenschaft die Grenze zwischen Natürlichem und Künstlichem ebenso hinterfragt wie die Ontologie von Objekten jeglicher Art selbst. Die verschiedenen Themenkomplexe bewegen sich im Zwischenreich von Natur und Kunst und bieten in ihrer Systematik neue Deutungsansätze und Klassifizierungssysteme.


Liste der Beteiligten Künstler/Innen

Doug Aitken, Kader Attia, Heike Baranowsky, Trisha Donnelly, Juan Downey, Encyclopedia Pictura/Björk, Cyprien Gaillard, Ryan Gander, Manuel Graf, Cao Guimarães, Nancy Holt & Robert Smithson, Donna Huanca, Martin Honert, Isaac Julien, Simon Martin, Nandipha Mntambo, Ana Mendieta, Paul Pfeiffer, Ben Rivers, Natascha Sadr Haghighian, STURTEVANT, James Richards & Leslie Thornton, Bill Viola, Guan Xiao, Anicka Yi, Aaron Young

Sammlung

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION ist eine private Sammlung zeitgenössischer, internationaler Kunst mit Fokus auf zeitbasierter Medienkunst. Die 2007 gegründete Privatsammlung verfügt über ein eigenes Ausstellungsgebäude in Düsseldorf, dem zur öffentlichen Präsentation insgesamt 3000 qm zur Verfügung stehen.

Derzeitig befinden sich über 750 Werke von rund 250 vorwiegend europäischen und US-amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern im Sammlungsbestand. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte der Sammlung werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen präsentiert und dokumentiert. Die stetig wachsende Sammlung konzentriert sich in ihrer Konzeption vor allem auf das bewegte Bild seit den 1960er Jahren bis heute und umfasst eine Reihe von Disziplinen: Video, Einzel- und Mehrfachprojektionen von analogem und digitalem Filmmaterial, Multimedia-Environments sowie computer- und netzbasierte Installationen, aber auch ephemere Kunstformen, wie Performances.

In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort ist seit dem 2. Juni 2016 eine Dependance in Berlin für das Publikum geöffnet. Die Ausstellungsfläche umfasst 2500 qm und befindet sich in Berlin-Mitte an der Leipziger Strasse 60, im Gebäudekomplex des ehemaligen tschechischen Kulturzentrums der früheren DDR.

Mit der Eröffnung einer Dependance in Berlin ist die JULIA STOSCHEK COLLECTION als erste Privatsammlung in Deutschland an zwei Orten gleichzeitig – in Düsseldorf und Berlin – für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besuch

Adresse

JSC BERLIN, Leipziger Strasse 60 (Eingang über Jerusalemer Strasse), D 10117 Berlin. Anfahrt

Öffnungszeiten

Laufzeit: 5. Februar bis 26. November 2017. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 14–20 Uhr

Eintritt

5 Euro. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderungen, Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.

Führungen

Öffentliche, deutschsprachige Führungen durch die Ausstellung: Sonntag, 15 Uhr. Öffentliche, englischsprachige Führungen durch die Ausstellung: Samstag, 15 Uhr. Kosten: 10 Euro pro Person (inkl. Eintritt). Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten: Kosten: 20 Euro pro Person für Gruppen ab 10 Personen (inkl. Eintritt). Anmeldung und Anfragen bitte per E-Mail unter besuch@jsc.berlin

Teil-Barrierefreier Zugang

Barrierefreier Zugang ins Erdgeschoss der JSC Berlin. Die erste Etage ist für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht geeignet (Zugang nur übers Treppenhaus; kein Aufzug vorhanden).

Zeitung

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein kostenloses Magazin. Erhältlich am Empfang der JSC BERLIN oder hier als Download.
Infos zu Veranstaltungen und Ausstellungen

Kontakt

Telefon
+49 30 921 06 246 0
Adresse
Leipziger Strasse 60
(Eingang über Jerusalemer Strasse)
10117 Berlin
Deutschland
E-Mail
Allgemeine Anfragen: info@jsc.berlin Anfragen zum Besuch oder zu Führungen: besuch@jsc.berlin Leitung Organisation JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN: Paola Malavassi: malavassi@jsc.berlin
Julia Stoschek Collection Düsseldorf