Loading...

A SERIES OF
UTTERLY
IMPROBABLE, YET
EXTRAORDINARY
RENDITIONS

ARTHUR
JAFA

featuring Ming Smith, Frida Orupabo and Missylanyus

Kuratiert von Hans-Ulrich Obrist und Amira Gad. In Kooperation mit den Serpentine Galleries, London

JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN
11. FEBRUAR – 25. NOVEMBER 2018

Arthur Jafa, APEX, 2013

Videostill:

Arthur Jafa, APEX, 2013, video still, Courtesy of the artist and Gavin Brown´s Enterprise, New York, Rome

Arthur Jafa, APEX
Arthur Jafa, APEX, 2013

Videostill:

Arthur Jafa, APEX, 2013, video still, Courtesy of the artist and Gavin Brown´s Enterprise, New York, Rome

Arthur Jafa, APEX
Ming Smith, Lady and Child

Fotografie:

Ming Smith, Lady and Child (From the August Wilson Series), c. 1993, Courtesy of the artist and Steven Kasher Gallery New York

Ming Smith, Lady and Child

ARTHUR JAFA

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION freut sich, das Werk des US-amerikanischen Filmemachers, Kameramanns und Künstlers Arthur Jafa (geboren 1960 in Tupelo, Missisippi, USA) in seiner ersten Ausstellung in Deutschland präsentieren zu dürfen – zusammen mit Beiträgen von Ming Smith, Frida Orupabo und Missylanyus. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit den Serpentine Galleries, London, konzipiert und von Hans-Ulrich Obrist und Amira Gad kuratiert.

Jafa hat im Laufe der letzten drei Jahrzehnte eine dynamische, multidisziplinäre künstlerische Praxis entwickelt, die sowohl Filme und Installationen als auch Vorträge, Performances und Happenings umfasst. Seine Werke thematisieren und hinterfragen gängige kulturelle Aussagen über Identität und ethnische Zugehörigkeit. Auf Grundlage seiner Recherchen fragt er beispielsweise, auf welche Weise wir uns mit einer Ästhetik identifizieren, die auf der zentralen Bedeutung der afroamerikanischen Musik für die Kulturgeschichte Amerikas beruht.

Der Titel der Ausstellung ARTHUR JAFA: A SERIES OF UTTERLY IMPROBABLE, YET EXTRAORDINARY RENDITIONS (Eine Serie von absolut unwahrscheinlichen, gleichzeitig außergewöhnlichen Darstellungen) bezieht sich auf das Gefühl des Nicht-Vorhandenseins, das der Künstler in der Lebenswirklichkeit der Schwarzen beobachtet.
Der Begriff „Rendition“ verweist auf Jafas Interpretation einer Ästhetik, die ihren „Stoff“ aus einer schwarzen Lebenswelt bezieht und historisch in Bilder, Objekte und Artefakte eingeschrieben ist. Durch die Neuaufführung dieser Narrative in der Gegenwart imaginiert und konstruiert Jafa neue Möglichkeiten ihrer Sichtbarmachung.
Jafa stellt mit seinen Arbeiten eine Annäherung an den Aspekt der radikalen Entfremdung schwarzen Lebens im Westen her, während er versucht, die Kraft, wie sie in afrikanischen Darstellungsformen zum Ausdruck kommt, sichtbar zu machen oder zu befreien. Mit Bezügen, die von Fang-Skulpturen bis zu Mississippi Juke Joints, von Marcel Duchamps Urinal bis zum Jazz reichen, beweist er als Filmemacher ein untrügliches Gespür für den Schnitt und die Nebeneinanderstellung von Sequenzen, um so eine maximal intensive Wirkung zu erzielen.

Arthur Jafas Arbeiten sind historisch-inhaltlich in ein afrikanisch-amerikanisches – schwarzes – Selbstverständnis eingebettet. Damit schafft er ein Szenario, in dem diese „geschichtsbewussten Geschichten“ – von einem starren Diskurs befreit – eine universelle Bedeutung erhalten könnten.

Über sein bevorzugtes Medium sagt Jafa: „Der Film ist eines der wenigen Dinge, insbesondere im Kontext des Kinos, der so viel Raum wie die Architektur beansprucht, dabei aber wie die Musik völlig immateriell ist.“

Begleitend zur Ausstellung erscheint im Frühjahr 2018 ein Katalog u.a. mit Texten von John Akomfrah, Judith Butler, Jean Baudrillard, Hans-Ulrich Obrist, Arthur Jafa und Fred Moten.

Logo Serpentine Galleries

Künstlergespräch

Anlässlich Arthur Jafas Ausstellung in der JULIA STOSCHEK COLLECTION fand am 12. Februar ein Künstlergespräch mit Arthur Jafa statt. Der Kritiker Jörg Heiser sprach mit Jafa über seine Arbeit, „Black Visual Aesthetics,“ Science Fiction und Resonanzen in spezifischen lokalen Kontexten wie dem deutschen.
Ort: JULIA STOSCHEK COLLECTION, Leipziger Straße 60 / Eingang Jerusalemer Straße, 10117 Berlin. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste, Berlin.

Liste der Beteiligten Künstler/Innen

Arthur Jafa, Frida Orupabo, Ming Smith, Missylanyus

Sammlung

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION ist eine private Sammlung zeitgenössischer, internationaler Kunst mit Fokus auf zeitbasierter Medienkunst. Die 2007 gegründete Privatsammlung verfügt über ein eigenes Ausstellungsgebäude in Düsseldorf, dem zur öffentlichen Präsentation insgesamt 3000 qm zur Verfügung stehen.

Derzeitig befinden sich über 750 Werke von rund 250 vorwiegend europäischen und US-amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern im Sammlungsbestand. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte der Sammlung werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen präsentiert und dokumentiert. Die stetig wachsende Sammlung konzentriert sich in ihrer Konzeption vor allem auf das bewegte Bild seit den 1960er Jahren bis heute und umfasst eine Reihe von Disziplinen: Video, Einzel- und Mehrfachprojektionen von analogem und digitalem Filmmaterial, Multimedia-Environments sowie computer- und netzbasierte Installationen, aber auch ephemere Kunstformen, wie Performances.

In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort ist seit dem 2. Juni 2016 eine Dependance in Berlin für das Publikum geöffnet. Die Ausstellungsfläche umfasst 2500 qm und befindet sich in Berlin-Mitte an der Leipziger Strasse 60, im Gebäudekomplex des ehemaligen tschechischen Kulturzentrums der früheren DDR.

Mit der Eröffnung einer Dependance in Berlin ist die JULIA STOSCHEK COLLECTION als erste Privatsammlung in Deutschland an zwei Orten gleichzeitig – in Düsseldorf und Berlin – für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besuch

Adresse

JSC BERLIN, Leipziger Strasse 60 (Eingang über Jerusalemer Strasse), D 10117 Berlin. Anfahrt

Öffnungszeiten

Samstag & Sonntag, 12 – 18 Uhr. Erweiterte Öffnungszeiten während der Berlin Art Week 2018: 26.–30. September 2018, täglich von 12 bis 20 Uhr.

Eintritt

5 Euro. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderungen, Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.

Führungen

Öffentliche, deutschsprachige Führungen durch die Ausstellung: Sonntag, 15 Uhr. Öffentliche, englischsprachige Führungen durch die Ausstellung: Samstag, 15 Uhr. Kosten: 10 Euro pro Person (inkl. Eintritt). Anmeldung für alle Führungen bitte per E-Mail an besuch@jsc.berlin
Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten: Kosten: 20 Euro pro Person für Gruppen ab 10 Personen (inkl. Eintritt). Anmeldung und Anfragen bitte per E-Mail unter besuch@jsc.berlin

Teil-Barrierefreier Zugang

Barrierefreier Zugang ins Erdgeschoss der JSC Berlin. Die erste Etage ist für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht geeignet (Zugang nur übers Treppenhaus; kein Aufzug vorhanden).

Publikationen

Ausstellungsbroschüre: Sprache: Englisch. Preis: 4 €. Ausstellungskatalog: Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog mit Texten, u.a. von John Akomfrah, Judith Butler, Jean Baudrillard, Arthur Jafa, Fred Moten und Hans-Ulrich Obrist erschienen. Sprache: Englisch. Preis: 90 €

Ja, ich möchte den Newsletter erhalten. Sie können den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen. Dazu genügt ein Klick auf „Abbestellen“ am Ende eines jeden Newsletters oder ein Hinweis an unsere Kontaktdaten in der Datenschutzinformation. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen über unseren Umgang mit Ihren Daten

Infos zu Veranstaltungen und Ausstellungen

Kontakt

Telefon
+49 30 921 06 246 0
Adresse
Leipziger Strasse 60
(Eingang über Jerusalemer Strasse)
10117 Berlin
Deutschland
E-Mail
Allgemeine Anfragen: info@jsc.berlin Anfragen zum Besuch oder zu Führungen: besuch@jsc.berlin Leitung Organisation JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN: Paola Malavassi: malavassi@jsc.berlin
Julia Stoschek Collection Düsseldorf