horizontal vertigo

horizontal vertigo
31. MÄRZ 2019 – 26. APRIL 2020

KÜNSTLER*INNEN: Sophia Al-Maria, Morehshin Allahyari, Meriem Bennani, Pauline Boudry / Renate Lorenz, A.K. Burns, Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė, Sky Hopinka, Rindon Johnson, Chelsea Knight, Trinh T. Minh-ha, Arjuna Neuman & Denise Ferreira da Silva, Colin Self, Martine Syms, Jon Wang, Eduardo Williams, Anna Zett

Die erste Ausstellung ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS mit Pauline Boudry / Renate Lorenz eröffnet am 25. April 2019 um 20 Uhr. Bis dahin ist die JSC BERLIN geschlossen. Bitte besuchen Sie in der Zwischenzeit unsere Dependance in Düsseldorf.

Renate Lorenz / Pauline Boudry

TO VALERIE SOLANAS AND MARILYN MONROE IN RECOGNITIN OF THEIR DESPERATION, 2013, Installation mit Super-16-mm-Film, transferiert auf Video, HD, 18’.Performance: Rachel Aggs, Peaches, Catriona Shaw, Verity Susman, Ginger Brooks Taka-hashi, William Wheeler. Filmstill: Andrea Thal. Courtesy of Ellen de Bruijne Projects and Marcelle Alix, Paris.

Pauline Boudry / Renate Lorenz
Meriem Benanni

PARTY ON THE CAPS, 2018, 5-Kanal-Videoprojektion, Ausstellungsansicht Centre d'Art Contemporain Genève, 2018, Foto: Mathilda Olmi. Courtesy of the artist

Meriem Bennani
Jon Wang,

FROM ITS MOUTH CAME A RIVER OF HIGH-END RESIDENTIAL APPLIANCES, 2018, 1-Kanal-Video Wasser. Courtesy of the artist.

Jon Wang

Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen zeigt die JULIA STOSCHEK COLLECTION ein kuratiertes Programm aus Einzelausstellungen, Performances und Screenings von Werken internationaler Künstler*innen, die nicht Teil der Sammlung sind und größtenteils zum ersten Mal in Deutschland ausstellen. Im Verlauf eines Jahres werden sechs Ausstellungen präsentiert – drei in Düsseldorf und drei in Berlin –, die von März 2019 bis April 2020 nacheinander eröffnen. Begleitend finden an beiden Ausstellungsorten Film- und Performance-Veranstaltungen sowie Künstlergespräche, Vorträge und Lesungen statt.

horizontal vertigo umfasst Neuproduktionen wie auch bereits existierende Arbeiten einer Gruppe internationaler Künstler*innen, deren interdisziplinäre und zeitbasierte Kunst von feministischen, queeren und dekolonialen Perspektiven geprägt ist, und die in ihrer Arbeit restriktive Konzepte von Identität, Geschichte und Repräsentation aufbrechen.

Den Impuls für den kuratorischen Rahmen dieser einjährigen Serie gaben die poetisch-politischen Schriften der Autorin, Künstlerin und Filmemacherin Trinh T. Minh-ha. Der titelgebende Begriff horizontal vertigo entstammt ihrem Essay Cotton and Iron aus dem Jahr 1991, in dem Minh-ha den Gedanken der Pluralität und das Paradox der „Nicht-Totalisierbarkeit“ (non-totalness) in den Fokus rückt und im Zuge dessen Systeme binärer Opposition und eingrenzende Kategorisierung kritisch hinterfragt. horizontal vertigo verfolgt daher kein übergeordnetes Thema und speist sich stattdessen aus dieser Hinwendung zum unendlich Wandelbaren. Das Jahresprogramm lebt von der Vielfalt an Erzählweisen und Erzählenden.

Kuratiert von Lisa Long

ERSTE AUSSTELLUNG IN DER JSC DÜSSELDORF:
Rindon Johnson, CIRCUMSCRIBE, 31. März – 28. Juli 2019
Eröffnung: 29. März, 19 Uhr

ERSTE AUSSTELLUNG IN DER JSC BERLIN:
Pauline Boudry / Renate Lorenz, ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS, 26. April – 28. Juli 2019
Eröffnung: 25. April, 20-23 Uhr

FILMVORFÜHRUNGEN:
Die begleitende Reihe von Screenings in Düsseldorf wird Künstler*innen oder auch Künstler*innen-Duos jeweils für eine Dauer von sechs Wochen zeigen. In Berlin wird es einige Einzelvorführungen geben. Unter den teilnehmenden Künstler*innen sind: Morehshin Allahyari, Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė, Sky Hopinka, Chelsea Knight, Trinh T. Minh-ha, Arjuna Neuman & Denise Ferreira da Silva, Martine Syms, Eduardo Williams, Anna Zett.

PERFORMANCE-PROGRAMM IN DER JSC BERLIN:
31. Mai & 1. Juni 2019, jeweils 20 Uhr

Während des gesamten Jahres wird der Komponist und Choreograf Colin Self diverse Performances im Zusammenhang mit seinem kürzlich erschienenen Album SIBLINGS zeigen.

Sammlung

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION ist eine private Sammlung zeitgenössischer, internationaler Kunst mit Fokus auf zeitbasierter Medienkunst. Die 2007 gegründete Privatsammlung verfügt über ein eigenes Ausstellungsgebäude in Düsseldorf, dem zur öffentlichen Präsentation insgesamt 3000 qm zur Verfügung stehen.

Derzeitig befinden sich über 700 Werke von rund 200 vorwiegend europäischen und US-amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern im Sammlungsbestand. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte der Sammlung werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen präsentiert und dokumentiert. Die stetig wachsende Sammlung konzentriert sich in ihrer Konzeption vor allem auf das bewegte Bild seit den 1960er Jahren bis heute und umfasst eine Reihe von Disziplinen: Video, Einzel- und Mehrfachprojektionen von analogem und digitalem Filmmaterial, Multimedia-Environments sowie computer- und netzbasierte Installationen, aber auch ephemere Kunstformen, wie Performances.

In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort wird ab dem 2. Juni 2016 eine temporäre Dependance in Berlin für das Publikum geöffnet. Die Ausstellungsfläche umfasst 2500 qm und befindet sich in Berlin-Mitte an der Leipziger Strasse 60, im Gebäudekomplex des ehemaligen tschechischen Kulturzentrums der früheren DDR.
Zuletzt waren hier der Club „Konzulát“ und die Bürogemeinschaft Konzulat-Studios beheimatet.

Für die Umgestaltung des Objekts in einen Ausstellungsraum ist die Berliner Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge verantwortlich.
Mit der Eröffnung einer Dependance in Berlin ist die JULIA STOSCHEK COLLECTION als erste Privatsammlung in Deutschland an zwei Orten gleichzeitig – in Düsseldorf und Berlin – für die Öffentlichkeit zugänglich.


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Allgemeine Anfragen: info@jsc.berlin Anfragen zum Besuch oder zu Führungen: besuch@jsc.berlin Leitung Organisation JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN: Paola Malavassi: malavassi@jsc.berlin
Julia Stoschek Collection Düsseldorf