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Beatrice Gibson und Jamie Crewe

KW Production Series

LAUFZEIT: 27. September – 25. November 2018
ERÖFFNUNG: 26. September 2018, 19 Uhr

JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN

In Zusammenarbeit mit der JULIA STOSCHEK COLLECTION und OUTSET Germany_Switzerland widmet sich das neue Projekt KW Production Series anhand zweier künstlerischer Neuproduktionen pro Jahr dem künstlerischen Bewegtbild.

Das Projekt ist inspiriert von den Gründungsprinzipien der KW Institute for Contemporary Art als einem Ort für Produktion, Reflexion und kritischen Austausch. Die KW Production Series setzen sich zum Ziel, ausgewählte KünstlerInnen zu unterstützen, deren Arbeit und Karriere sich vor einem wegweisenden Durchbruch befinden und die nicht nur von der finanziellen Unterstützung und dem institutionellen Renommee profitieren, sondern dieses Format auch nutzen, um den Tiefe- und Schärfegrad ihrer künstlerischen Arbeit maßgeblich und nachhaltig zu modifizieren.


Beatrice Gibson

I Hope I’m Loud When I’m Dead, 16mm Film, übertragen auf HD-Videoformat

Beatrice Gibson, I Hope I’m Loud When I’m Dead, 2018. Courtesey of the artist
Beatrice Gibson, I Hope I’m Loud When I’m Dead, 2018. Courtesey of the artist

Beatrice Gibsons 16mm Film I Hope I'm Loud When I'm Dead befasst sich mit Vorstellungen von Geschlecht, Poesie und zivilem Ungehorsam. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit zwei der bedeutendsten lebenden LyrikerInnen der USA, CAConrad und Eileen Myles. Gibson verdichtet das Filmmaterial, das am Abend der Amtseinführung des 45. Präsidenten der USA im Februar 2017 aufgenommen wurde, auf ein knappes Format.

Dabei vermischt sie bedrohliche Eindrücke der öffentlichen Hand mit intimen Szenen und sanften Portraits. Gibson verwendet Poesie als ein Mittel, die Gegenwart einzuschätzen. CAConrad und Myles begreift sie als prophetische Lotsen, die uns helfen, einen Weg durch das gegenwärtige Chaos zu finden.

I Hope I’m Loud When I’m Dead entstand im gemeinschaftlichen Auftrag mit dem Londoner Camden Arts Centre, der Bergen Kunsthall und Mercer Union, Toronto.


Jamie Crewe

Pastoral Drama, Zweikanal-HD-Video

Jamie Crewe, Pastoral Drama, 2018. Courtesy of the artist.
Jamie Crewe, Pastoral Drama, 2018. Courtesy of the artist.

Ein Jahr lang arbeitete Jamie Crewe täglich an Pastoral Drama. Die neue Arbeit besteht aus zwei parallel laufenden Videos, die sich der Allegorie und Animation bedienen, um über den Fortschritt nachzudenken.
Crewe setzt komplizierte Tusche- und Bleistiftzeichnungen, gesprenkelten Ton und krustiges Knetgummi ein, um sich mit der Evolution mythischer Narrative, (inter-)personellen Veränderungen und kollektiven, politischen Erfahrungen von Zeit auseinanderzusetzen.

Pastoral Drama kontrastiert den griechisch-antiken Unterweltmythos von Eurydike mit der Oper Eumelio von Agostino Agazzari.
In dieser Oper, die für die BewohnerInnen eines römischen Priesterseminars komponiert wurde, springt die titelgebende männliche Hauptfigur für Eurydike ein und vermag dadurch das Schicksal zu wenden.

Die zweigleisige Erzählweise von Pastoral Drama vergegenwärtigt den Zusammenbruch mythischer Vergangenheiten, auf den die Gegenwart als unheilvolle Nachwelt folgt.

Pastoral Drama entstand im gemeinschaftlichen Auftrag mit Tramway, Glasgow (GB).


Logo Outset Logo KW

KW Production Series wird organisiert von Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW und durch die großzügige Unterstützung der JULIA STOSCHEK COLLECTION und OUTSET Germany_Switzerland ermöglicht.

Sammlung

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION ist eine private Sammlung zeitgenössischer, internationaler Kunst mit Fokus auf zeitbasierter Medienkunst. Die 2007 gegründete Privatsammlung verfügt über ein eigenes Ausstellungsgebäude in Düsseldorf, dem zur öffentlichen Präsentation insgesamt 3000 qm zur Verfügung stehen.

Derzeitig befinden sich über 700 Werke von rund 200 vorwiegend europäischen und US-amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern im Sammlungsbestand. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte der Sammlung werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen präsentiert und dokumentiert. Die stetig wachsende Sammlung konzentriert sich in ihrer Konzeption vor allem auf das bewegte Bild seit den 1960er Jahren bis heute und umfasst eine Reihe von Disziplinen: Video, Einzel- und Mehrfachprojektionen von analogem und digitalem Filmmaterial, Multimedia-Environments sowie computer- und netzbasierte Installationen, aber auch ephemere Kunstformen, wie Performances.

In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort wird ab dem 2. Juni 2016 eine temporäre Dependance in Berlin für das Publikum geöffnet. Die Ausstellungsfläche umfasst 2500 qm und befindet sich in Berlin-Mitte an der Leipziger Strasse 60, im Gebäudekomplex des ehemaligen tschechischen Kulturzentrums der früheren DDR.
Zuletzt waren hier der Club „Konzulát“ und die Bürogemeinschaft Konzulat-Studios beheimatet.

Für die Umgestaltung des Objekts in einen Ausstellungsraum ist die Berliner Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge verantwortlich.
Mit der Eröffnung einer Dependance in Berlin ist die JULIA STOSCHEK COLLECTION als erste Privatsammlung in Deutschland an zwei Orten gleichzeitig – in Düsseldorf und Berlin – für die Öffentlichkeit zugänglich.


26. September 2018

SAVE THE DATE 26/09/2018 19:00 26/09/2018 22:00 Europe/Berlin KW Production Series: Beatrice Gibson und Jamie Crewe Eröffnung der Ausstellung: KW Production Series: Beatrice Gibson und Jamie Crewe Leipziger Str. 60 / Ecke Jerusalemer Str 10117 Julia Stoschek Collection Berlin info@jsc.berlin false MM/DD/YYYY
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Adresse
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Allgemeine Anfragen: info@jsc.berlin Anfragen zum Besuch oder zu Führungen: besuch@jsc.berlin Leitung Organisation JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN: Paola Malavassi: malavassi@jsc.berlin
Julia Stoschek Collection Düsseldorf