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PAULINE BOUDRY / RENATE LORENZ

ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS

LAUFZEIT: 26. APRIL – 28. JULI 2019

JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN

Pauline Boudry / Renate Lorenz

Pauline Boudry / Renate Lorenz, To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of their desperation, 2013, Installation mit Super-16-mm-Film, transferiert auf Video, HD, 18’. Performance: Rachel Aggs, Peaches, Catriona Shaw, Verity Susman, Ginger Brooks Taka-hashi, William Wheeler. Foto: Andrea Thal. Courtesy of Ellen de Bruijne Projects and Marcelle Alix, Paris.

To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of their desperation
Pauline Boudry / Renate Lorenz

Pauline Boudry / Renate Lorenz, Silent, 2016, Installation mit HD-Projection, 7'. Videostill.. Collection Philadelphia Museum of Art (US), Courtesy of Ellen de Bruijne Projects and Marcelle Alix, Paris.

Silent
Pauline Boudry / Renate Lorenz

Pauline Boudry / Renate Lorenz, Telepathic Improvisation, 2017, Installation mit HD-Projektion, 20’. Ausstellungsansicht: Telepathic Improvisation, Contemporary Art Museum, Houston, US, 16.09.17 - 08.01.2018. Foto: Pablo Gimenez-Zapiola. Courtesy of Ellen de Bruijne Projects and Marcelle Alix, Paris.

Telepathic Improvisation

ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS ist die bislang umfangreichste Präsentation des Künstler*innen-Duos Pauline Boudry / Renate Lorenz. Die Ausstellung besteht aus vier raumgreifenden Bewegtbild-Installationen sowie Licht- und Bühnenelementen und skulpturalen Objekten, die im Erdgeschoss und dem Kino der JSC Berlin präsentiert werden.

Pauline Boudry und Renate Lorenz stehen in einem kontinuierlichen Austausch über Themen wie Performance und Performativität, Freundschaft und Widerstand. In ihrer kollaborativen Praxis fördern sie solche Momente und Gesten in der Geschichte zutage, die bisher ein Schattendasein führten, und stellen die Allgemeingültigkeit weithin akzeptierter Erzählweisen sowie binäre Kategorien von Identitäten und Bedeutung infrage.

Die in der Ausstellung präsentierten Videoarbeiten – Telepathic Improvisation (2017), Silent (2016), I Want (2015) und To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of their Desperation (2013) – gründen auf Notationen, Skripts oder öffentlichen Äußerungen, die von Performer*innen adaptiert und interpretiert werden. Gemeinsam mit diesen gehen die Künstler*innen den potenziellen politischen und sexuellen Dimensionen des jeweiligen Werkes auf den Grund und loten die Machtverhältnisse aus, die nicht nur im Miteinander der Akteur*innen sondern auch in der Interaktion zwischen Performer*innen und Publikum zu beobachten sind.

Boudry / Lorenz reflektieren in ihrer Kameraarbeit die durchweg mit Gewalt verbundene Geschichte des Sichtbarmachens und hinterfragen, wer oder was eigentlich gesehen und im Umkehrschluss ungesehen und ungehört bleibt. Die Ausstellung bezieht unterschiedliche Bühnenszenarios und Objekte aus den Filmen des Künstler*innen-Duos mit ein, sodass die Grenzen zwischen dem digitalen Repräsentationsraum des Filmes und den realen Räumen der Galerie zunehmend verwischen. Diese Phänomene auf der Projektionsfläche und jenseits davon erforschen die Grenzen musikalischer und filmischer Mittel als Formen des Protests und des Widerstandes und beschwören eine inständig erhoffte Zukunft herauf.

2019 bespielen Pauline Boudry und Renate Lorenz den Schweizer Pavillon auf der Biennale von Venedig.

ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS ist Teil des einjährigen Programms horizontal vertigo in der JULIA STOSCHEK COLLECTION in Düsseldorf und Berlin, kuratiert von Lisa Long.

PERFORMANCE-PROGRAMM
Colin Self
31. Mai & 1. Juni 2019, jeweils 22 Uhr

Während des gesamten Jahres wird der Komponist und Choreograf Colin Self diverse Performances im Zusammenhang mit seinem kürzlich erschienenen Album SIBLINGS zeigen. DETAILS


ARTIST TALK

PAULINE BOUDRY / RENATE LORENZ MIT IRENE REVELL UND LISA LONG
27. JULI 2019 | 18 UHR | JSC BERLIN

Die Ausstellung ist am Samstag, den 27. Juli bis 18 Uhr geöffnet. Der letzte Tag der Ausstellung ist Sonntag, der 28. Juli 2019.

Anlässlich der Einzelausstellung ONGOING EXPERIMENTS WITH STRANGENESS von Pauline Boudry und Renate Lorenz in der JSC Berlin sprechen die Kuratorin Irene Revell sowie die Kuratorin der Ausstellung, Lisa Long mit dem Künstlerinnen-Duo.

Im Gespräch geht es um die verschiedenen politischen Stränge, die sich durch ihre Bewegtbild-Installationen ziehen, und wie die Werke sowohl im Video als auch im Ausstellungsraum mit Bühne und Inszenierung spielen. Dabei wird auch die Frage gestellt, wie die Ausstellung als Choreografie der Betrachter*innen funktioniert. Zudem wird die auf der diesjährigen Venedig Biennale neu präsentierte Arbeit Moving Backward (2019) erstmalig außerhalb des Schweizer Pavillons vorgestellt.

Sammlung

Die JULIA STOSCHEK COLLECTION ist eine private Sammlung zeitgenössischer, internationaler Kunst mit Fokus auf zeitbasierter Medienkunst. Die 2007 gegründete Privatsammlung verfügt über ein eigenes Ausstellungsgebäude in Düsseldorf, dem zur öffentlichen Präsentation insgesamt 3000 qm zur Verfügung stehen.

Derzeitig befinden sich über 700 Werke von rund 200 vorwiegend europäischen und US-amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern im Sammlungsbestand. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte der Sammlung werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen und deren Publikationen präsentiert und dokumentiert. Die stetig wachsende Sammlung konzentriert sich in ihrer Konzeption vor allem auf das bewegte Bild seit den 1960er Jahren bis heute und umfasst eine Reihe von Disziplinen: Video, Einzel- und Mehrfachprojektionen von analogem und digitalem Filmmaterial, Multimedia-Environments sowie computer- und netzbasierte Installationen, aber auch ephemere Kunstformen, wie Performances.

In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort wird ab dem 2. Juni 2016 eine temporäre Dependance in Berlin für das Publikum geöffnet. Die Ausstellungsfläche umfasst 2500 qm und befindet sich in Berlin-Mitte an der Leipziger Strasse 60, im Gebäudekomplex des ehemaligen tschechischen Kulturzentrums der früheren DDR.
Zuletzt waren hier der Club „Konzulát“ und die Bürogemeinschaft Konzulat-Studios beheimatet.

Für die Umgestaltung des Objekts in einen Ausstellungsraum ist die Berliner Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge verantwortlich.
Mit der Eröffnung einer Dependance in Berlin ist die JULIA STOSCHEK COLLECTION als erste Privatsammlung in Deutschland an zwei Orten gleichzeitig – in Düsseldorf und Berlin – für die Öffentlichkeit zugänglich.


Besuch

Adresse

JSC BERLIN, Leipziger Strasse 60 (Eingang über Jerusalemer Strasse), D 10117 Berlin. Anfahrt

Öffnungszeiten

Samstag & Sonntag, 12 – 18 Uhr.

Teil-Barrierefreier Zugang

Barrierefreier Zugang ins Erdgeschoss der JSC Berlin. Die erste Etage ist für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht geeignet (Zugang nur übers Treppenhaus; kein Aufzug vorhanden).

Eintritt

5 Euro. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderungen, Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.

Führungen

Öffentliche, deutschsprachige Führungen durch die Ausstellung: Sonntag, 15 Uhr. Öffentliche, englischsprachige Führungen durch die Ausstellung: Samstag, 15 Uhr. Kosten: 10 Euro pro Person (inkl. Eintritt). Anmeldung für alle Führungen bitte per E-Mail an besuch@jsc.berlin
Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten: Kosten: 20 Euro pro Person für Gruppen ab 10 Personen (inkl. Eintritt). Anmeldung und Anfragen bitte per E-Mail unter besuch@jsc.berlin

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Kontakt

Telefon
+49 30 921 06 246 0
Adresse
Leipziger Strasse 60
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E-Mail
Allgemeine Anfragen: info@jsc.berlin Anfragen zum Besuch oder zu Führungen: besuch@jsc.berlin Leitung Organisation JULIA STOSCHEK COLLECTION BERLIN: Paola Malavassi: malavassi@jsc.berlin
Julia Stoschek Collection Düsseldorf